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Warum für die meisten UnternehmerInnen "Website machen lassen" die bessere Wahl ist

25.01.2019

Vor einigen Wochen flatterte mir ein Newsletter ins Postfach, mit dem Thema "Warum die Website selber machen nicht Plan B ist". Vielleicht hast du auch schon mal überlegt, deine Website selbst zu machen. Geht ja heute ganz einfach. Baukästen gibt es wie Sand am Meer, anmelden, Website aufsetzen, fertig. Tutorials gibt es jede Menge dazu, die nötige Software kann man sich größtenteils kostenlos herunterladen. Und es schenkt jede Menge Freiheit.

Wer vielleicht selbst schon "böse" Erfahrungen mit Webdesignern gemacht hat, wird sich ernsthaft überlegen, ob er sich das nicht in Zukunft erspart. Diese endlosen Diskussionen, dieses Erklären, weil die "andere Seite" - der Designer oder Programmierer - nicht versteht, was man eigentlich möchte. Dieses Warten, dass am anderen Ende endlich was geschieht, Woche um Woche. Diese Enttäuschung, wenn dann etwas geschieht und es so ganz anders ist, als man es eigentlich haben wollte (und klar und deutlich gesagt hat). Oder auch der Schock, wenn am Ende die Rechnung ins Haus flattert.

Dann kann es passieren, dass man auf die Idee kommt, alleine machen sei viel besser und schneller und günstiger. Und schenke einem wieder mehr Unabhängigkeit und Freiheit.

Ich glaube, dass für die meisten UnternehmerInnen trotzdem "machen lassen" die bessere Wahl ist.

Ich möchte dir etwas erzählen. Wie es mir selbst ging. Im letzten Jahr hatte ich sehr viel Trouble mit meiner Steuerberatung, die auch die Buchhaltung macht. Eigentlich habe ich das schon seit Jahren. Im letzten Jahr habe ich den Dienstleister gewechselt, nach sehr, sehr langer Überlegung. Denn so ein Wechsel ist ja auch mit jeder Menge Aufwand verbunden. An was man alles denken muss! Ich habe mir davon eine bessere Zusammenarbeit versprochen. Und bin leider vom Regen in die Traufe geraten.

Gegen Jahresende, als alles immer knapper und stressiger wurde, habe ich wirklich überlegt, ob ich nicht auch besser dran bin, wenn ich die Buchhaltung in Zukunft alleine mache. Es gibt zahlreiche Online-Tools, die einen durch die Buchungen führen, und wo man den Steuerberater gleich bei Bedarf dazubuchen kann. Auf den ersten Blick waren da nur Vorteile: Ich wüsste immer, wo ich zahlenmäßig stehe, ich würde viel Zeit sparen, die ich jetzt für Nachfragen und Kommunikation brauchte. Ich würde immer alles gleich verbuchen, dann wäre es wenigstens gleich erledigt und könnte nicht mehr vergessen werden. Und vor allem hätte ich die volle Kontrolle.

Ich habe sogar in meiner Ausbildung Buchhaltung gelernt (in groben Zügen). Ich bin also kein absoluter Laie.

Trotzdem habe ich mich schlussendlich dagegen entschieden. Bin jetzt nochmal gewechselt. Und habe das Gefühl, endlich angekommen zu sein. Diesmal die Unterstützung zu haben, die ich wirklich brauche. Als Mensch und Unternehmerin gesehen zu werden. Kurzfristig wäre Selbermachen eine gute Wahl gewesen. Langfristig hätte ich das nicht stemmen können - nicht in der Qualität, in der es die Fachleute tun. Ich brauche meine wertvolle Zeit, um mich um mein Business zu kümmern. Um meine Produkte, um mein Marketing, um meine Kunden, um meine Mitarbeiter. Die Liste ist lang. Da kann ich nicht noch etliche Weiterbildungen besuchen, um dann letztlich doch nicht auf dem Stand zu sein, auf dem die Fachleute es sind.

Was immer verlockend wirkt und so leicht stemmbar, solange wir eine relativ ruhige Phase im Business haben, mit wenig Aufträgen, wird zum Verhängnis, wenn es richtig losgeht. Wenn der Laden brummt. Und vieles ist auf den zweiten Blick eben doch nicht so einfach und trivial zu lösen, wie es auf den ersten scheint.

Ich liebe meine Unabhängigkeit und meine Freiheit. Ich habe aber gelernt, dass Freiheit nicht immer da ist, wo sie zu sein scheint. Einen verlässlichen Dienstleister zu haben, der mir Dinge abnimmt, mit denen ich mich nicht gut auskenne, kann viel mehr Freiheit schenken, als ihn nicht zu haben.

Und wenn zwei Menschen zusammenarbeiten, entsteht eben auch nicht nur die Summe ihrer Einzelarbeit, sondern die Kompetenzen und Fähigkeiten potenzieren sich. Wenn es sich um eine gute, wertschätzende Zusammenarbeit handelt.

Klar, es erfordert einiges an Vertrauen, das du oft vorschießen musst. Das manchmal enttäuscht wird. Und es kann passieren, dass man auch mal richtig schön daneben greift. Ich habe festgestellt, dass das Danebengreifen proportional wächst mit dem Versuch, Geld zu sparen. Aber auch viel Geld für etwas zu bezahlen ist noch kein Garant, dass es klappt (wie ich bei der Steuerberatung lernen musste). Hier hilft nur, genau hinzuschauen. Sich selbst immer mehr kennenzulernen: Was sind meine Werte, was ist mir wichtig? Das klar zu kommunizieren und gut auf das Bauchgefühl zu achten, das oft viel schneller als der Kopf spürt, wenn etwas nicht stimmt. Und dann der Mut, etwas Neues zu wagen, den Dienstleister zu wechseln.

Apropros Unabhängigkeit. Auch wenn du die Website selbst machst, wirst du sie nicht von der Pike auf selber programmieren, sondern ein fertiges System (z. B. Wordpress oder Squarespace) einsetzen. Damit bist du auch von diesen Systemen abhängig, oft mehr, als dir bewusst ist. Eine echte Unabhängigkeit wird es nie geben! Du musst mit jedem Update mitgehen (und du bist abhängig davon, dass es weiterhin welche gibt). Wenn du irgendwann an einen Punkt triffst, wo du nicht mehr alleine weiter kommst, oder einfach keine Zeit mehr hast (was ich dir wünsche, denn du solltest dich vorrangig um dein Business und deine Kunden kümmern), dann brauchst auch du einen Spezialisten, der dir hilft.

Spezialisten haben oft auch einen Weitblick, überschauen technische Trends und Notwendigkeiten, z. B. auch zum Thema Sicherheit, viel besser als du. Sie setzen Dinge spielend um, die für dich mühsam und mit vielen Stunden Zeitaufwand (oder haufenweise Kompromissen) verbunden wären.

Webdesigner und -Programmierer, die liebevolle, flexibel und einfach bedienbare Websites aufsetzen, sind rar. Aber es gibt sie. Es gibt richtig gute, zuverlässige, kompetente Dienstleister in jeder Branche. Misstrauen ist kein guter Ratgeber, wenn es darum geht, dein Business erfolgreich zu machen. Du wirst es nur können, wenn du Teile davon auslagerst. Sonst wächst dir alles irgendwann über den Kopf.

Ich möchte dir aus Erfahrung sagen: Mit den Inhalten deiner Website, mit den Texten und Bildern, hast du genug zu tun. Damit, sie bekannt zu machen. Deine Ideen zu Shop, Newsletter, Buchungskalender etc. genau zu durchdenken. Belaste dich nicht mit der Technik, wenn es nicht zwingend nötig ist. Hole dir lieber einen handfesten Spezialisten an die Hand, der dich bei allen Fragen unterstützt und liebevoll begleitet. Der dir hilft, die Website deiner Träume zu gestalten, und dir den nötigen administrativen Kram aus der Hand nimmt.

Passend dazu habe ich in der Barbara, Nummer 27, die Kolumne von Karina Lübke ("Mach

Kategorien: Aus dem Nähkästchen | Schlagworte: Dienstleister finden, Freiheit, Lohnt sich das?, RobinGrips, Selber machen, Vertrauen, Werte, Wertschätzung

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