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Mein Jahres-Rückblick 2018 - und ein paar inspirierende Fragen

20.12.2018

Überall werden gerade Pläne für das Neue Jahr geschmiedet. Ich habe es nicht so mit Plänen, weil sowieso immer alles anders kommt. Ich finde den Rückblick auch immer viel spannender. Denn was die Zukunft bringt, weiß ich nicht. Und es lässt sich auch zum großen Teil nicht wirklich planen.

Was ich aber weiß, ist was die Vergangenheit gebracht hat - und was ich daraus lernen kann. Welche Erfahrungen ich wiederholen möchte und welche nicht. Darum schaue ich am Jahresende gerne zurück. Aber es gibt noch einen zweiten Grund dafür. Wenn wir ackern und schuften, schauen wir selten zurück und anerkennen uns für die Dinge, die wir geschafft haben. In unserem Hamsterrad laufen wir immer weiter und weiter und sehen oft nur die Dinge, die noch nicht so gut laufen oder die schief gegangen sind. Es lohnt sich wirklich, mal innezuhalten und zurückzublicken. Und sich zufrieden auf die Schulter zu klopfen.

Nun möchte ich hier nicht nur chronologisch aufzählen, was bei uns als Team und bei mir persönlich alles passiert ist. Das wäre ganz schön langatmig, und für dich wäre es vermutlich furchtbar langweilig. Denn rückblickend ist mir mal wieder klar geworden, wie lang so ein Jahr sein kann. Wie viel passieren kann.

Stattdessen werde ich es wie ein kleines Interview aufbauen. Bei den Fragen habe ich mich von verschiedenen Menschen und Jahres-Rückblicken inspirieren lassen. Vielleicht magst du ja das eine oder andere für deinen eigenen Rückblick übernehmen.

Welches Wort fällt dir als erstes ein, um das vergangene Jahr zu beschreiben?

Wachstum

Und zwar nicht nach außen (also nicht finanziell oder Anzahl Mitarbeiter, Kunden etc.), sondern eher nach innen. Wir haben unsere Pfeiler, auf denen das Business ruht, verstärkt. So haben wir unser Website-System RobinGrips® entwickelt, das 2019 startet. Wir sind umgezogen in größere Büroräume. Meine Assistentin Anja Clemens ist in unser Team dazugestoßen. Und auch persönlich bin ich enorm gewachsen. Anfang 2018 war ich noch sehr getrieben und gestresst. Dieses Jahr hatte ich in dieser Hinsicht meinen größten Shift und habe endlich die Gelassenheit gefunden, nach der ich immer gesucht habe. Und ich habe den Mut gefunden, mich endlich zu zeigen - nicht nur die Dinge, von denen ich dachte, dass Kunden sie sehen wollen, sondern auch das, was mich wirklich ausmacht, was mir Spaß macht, was mir Freude bereitet.

Was hat sich zu deiner Zufriedenheit entwickelt - wie du es geplant hast oder besser?

Mein Plan war, im Juni mit RobinGrips® zu starten. Jetzt haben wir Dezember und es geht langsam los. Auf den ersten Blick eine starke Verzögerung. ABER - auf den zweiten Blick ist das, was jetzt am Ende dabei rausgekommen ist, viel, viel besser als ich ursprünglich geplant hatte.

Mein Team ist dieses Jahr enorm zusammengewachsen. Wir spüren einen Zusammenhalt, wie noch nie.

Unser neues Büro haben wir genau in dem Moment gefunden als ich es schon aufgegeben hatte. Und auch das ist besser als geplant - eine wunderschöne, große Küche, wo wir oft klönen und uns austauschen. Und wir haben sogar Fußbodenheizung!

Wo hast du alte Glaubenssätze abgelegt und neue entwickelt?

Ich habe viele Glaubenssätze mit mir herumgeschleppt, die mir erst im Laufe des Jahres nach und nach bewusst wurden. Die meisten davon möchte ich hier gar nicht beschreiben, so kleinmachend waren sie. Ein Glaubenssatz, den ich ablegen durfte, war aber beispielsweise: Alles muss ich selber machen (wenn es gut werden soll)! - Daraus wurde: Ich habe wunderbare Unterstützung und kann gar nicht alles selbst. Es ist echt krass, was sich im Außen entwickelt, wenn man das im Innen für sich klar hat.

Was hat dir besonders viel Freude bereitet?

Freude. Das war noch Anfang des Jahres ein Wort, das ich niemals mit Arbeit in Verbindung gebracht hätte. Aber auch das war mir nichtmal richtig bewusst. Arbeit muss anstrengend sein; um Geld zu verdienen, muss man sich anstrengen. Auch so ehemalige Glaubenssätze von mir.

Besonders viel Freude hat mir bereitet, zu dieser Freude zurückzukehren. Das ist auch immernoch meine Lieblingsbeschäftigung - das Business so umzuformen und zu gestalten, dass es mehr Freude bringt und alles noch leichter geht. Übrigens sowohl für uns als auch für unsere Kunden. Gleich danach kommt aber auch schon das Schreiben.

Wo ist etwas noch mühsam, stressig, was du im nächsten Jahr gerne leichter gestalten willst?

Ich möchte gerne noch mehr meinen Perfektionismus ablegen, um noch mehr ins Tun zu kommen. Ich möchte noch mehr vertrauen, dass alles gut ist, und dass sich alles fügen wird. Und so meine Dinge, die ich in die Tat umsetze, mit mehr Gelassenheit angehen und mehr als Experiment ansehen.

Ich möchte noch mehr die Dinge tun, die ich von Herzen liebe. Schreiben. Menschen beraten und auch coachen. Visionen für unser Website-System erdenken.

Das Stressige möchte ich im nächsten Jahr endgültig hinter mir lassen. Und zwar nicht nur für mich, sondern für mein gesamtes Team und auch für meine Kunden.

Was war dein wichtigstes Learning?

Mein allerwichtigstes Learning war - das Leben darf Freude machen. Und zwar nicht nur in bestimmten Lebensbereichen oder zu bestimmten Uhrzeiten, sondern 100%, den ganzen Tag, jeden Tag. Bei allem, was ich tue. Meine Zeit hier auf Erden ist begrenzt, und ich kann nur das Beste daraus machen, wenn ich voller Freude bin. Und da brauche ich auch kein schlechtes Gewissen haben, weil andere vielleicht noch nicht diese Freude fühlen oder es ihnen schlechter geht. Je besser es mir geht, desto mehr kann mein Licht strahlen und ich kann andere anstecken und sie ebenfalls in die Freude führen.

Mein zweites Learing war, dass ich dem Leben vertrauen kann. Dass ich Dinge, die mir selbst zu viel werden, vertrauensvoll an eine höhere Macht abgeben darf. Dass dann Sachen passieren, die ich nicht für möglich gehalten hätte. Loslassen bekommt damit für mich eine völlig neue Qualität. Weil das Leben alles viel besser überschaut, entwickeln sich die Dinge viel besser, wenn ich sie loslasse, als wenn ich alles kontrollieren wollte (was mir ohnehin nicht gelingt).

Was war sonst noch wichtig?

Die DSGVO hat uns ziemlich in Atem gehalten. Das hat uns wiedermal gezeigt, dass man immer auch ein wenig Zeit und Geld beiseite legen sollte für solche ungeplanten Änderungen, die man machen muss und die man manchmal nicht auf dem Schirm hat. Wie wichtig es ist, Experten an der Seite zu haben, weil es alleine gar nicht schaffbar ist, überall auf dem Laufenden zu bleiben. Aber es hat auch gezeigt, dass alles nicht so heiß gegessen wird, wie es gekocht wird.

Ich habe insgesamt ziemlich viele Schulungen besucht. Besonders zum Jahresende wurde es mir beinahe zu viel. Jede hat sich gelohnt, aber nächstes Jahr möchte ich das erworbene Wissen lieber erstmal anwenden als es weiter auszubauen.

Ich möchte an dieser Stelle all unseren Kunden, unseren Dienstleistern und auch meinem Team für dieses erfolgreiche Jahr danken. Ihr seid die Besten! Ohne euch wäre das für mich nicht möglich gewesen - und auch nichts wert! Danke, und ich hoffe, dass wir im Neuen Jahr zusammen richtig was rocken und viel Spaß zusammen haben.

 

Wie ist dein 2018 gelaufen? Was davon möchtest du mitnehmen, was möchtest du loslassen? Welche Beziehungen waren für dich besonders wertvoll, welche haben dich viel Kraft gekostet? Wo lief es finanziell gut für dich, wo möchtest du dich weiterentwickeln? Welche Projekte haben dir viel Spaß bereitet, wovon möchtest du gerne mehr erleben im nächsten Jahr? Und was hat sich als mühevoll erwiesen und wovon brauchst du vielleicht weniger?

Kategorien: Aus dem Nähkästchen | Schlagworte: Glaubenssätze, Planung, RobinGrips, Rückblick, Ziele

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